Rasseportrait orientalische Katzenrassen

Kimona`s

 Autumn Flame

Das war meine Mitbewohnerin Bunny eine orientalische Schönheit. Ich hatte riesige Freude an ihr.               

Kimona`s Autumn Flame

Aufdringlich, frech, laut, gesprächig, manchmal vielleicht etwas arrogant und doch ausgesprochen lieb und zärtlich. Das alles und noch mehr sind orientalische Katzen. In vier verschiede Rassen werden diese schlanken Schönheiten und Energiebündel unterteilt, die man jedoch alle unter dem Begriff Orientalen führt und miteinander verpaaren kann. Somit ist die zu erwartende Geburt von orientalischen Kätzchen immer sehr spannend, weil sich immer erst in ein paar Tagen danach herausstellt, was nun im Nestchen liegt.

Sind es nun Siamesen, oder Balinesen, Orientalisch Kurzhaar oder Javanesen? Bei den weiß geborenen Siam und Balis kommt dann noch das rätseln um die spätere Point-Färbung dazu.

  Nachfolgend die vier Rassen extra aufgeführt:

  Siamesen:

Im Jahr 1871 wurden die ersten Tiere von Thailand (ehem. Kaiserreich Siam) nach England gebracht und dort auf Katzenausstellungen gezeigt. Das damalige Publikum der Ausstellung war sehr überrascht über die ausgefallene Zeichnung (den Points) und den saphirblauen Augen dieser fremdländischen Katzen. Es wurde dann auch mit der Zucht dieser Katzen begonnen und bereits damals zwischen rundköpfigen und langköpfigen Tieren unterschieden,

wobei damals allerdings die Anzahl der runderen Variante größer und beliebter war. Schließlich hat sich letztendlich aber doch die schlankere Variante durchgesetzt und den heutigen Siamtyp bestimmt. Eine große Anzahl an Liebhabern der rundköpfigeren Siamkatze wollte dies nicht hinnehmen und hat die Zucht der runderen Siamkatze unter dem Namen Thaikatzen weitergeführt.

Die Siam des modernen Typs besitzt einen schlanken, mittelgroßen Körper auf hohen dünnen Beinen, einen langen, peitschenförmigen Schwanz, ein spitzes dreieckiges Gesicht mit großen Ohren und seidig, eng anliegendem Fell. Lange Zeit war die Siam neben der Perser die bekannteste und beliebteste der Rassekatzen überhaupt.

 Balinesen:

Dies ist die halblanghaarige Variante der Siamkatze. Diese Rasse wird zwar unter dem Begriff Halblanghaar geführt, aber ihr seidiges Fell ist doch etwas kürzer als bei anderen Halblanghaarkatzen, da es keine Unterwolle hat und somit auch nicht verfilzen kann.

Der lange Schwanz der Balinesen ist fedrig behaart.

Balinesen haben einen ebenso grazilen Körperbau und den selben Charakter wir ihre kurzhaarigen Siam-Verwandten. 1928 wurde auf einer Katzenausstellung eine Katze als „Langhaar Siamese“ gezeigt. Dieses Tier hatte nachweislich nur Siam-Vorfahren und wurde trotzdem als Mischling belächelt. Zu diesem Zeitpunkt hatte niemand züchterische Interessen an solch einem Tier. Erst 1940 widmeten sich einige Züchter gezielt der Zucht dieser Siam – Mutation. Ihren Namen verdankt die Balinese einer amerikanischen Züchterin, die sich beim Anblick dieser Tiere an balinesische Tempeltänzerinnen erinnert sah. 1970 wurde die Balinese bei allen großen amerikanischen Verbänden anerkannt und 1983 erfolgte die Anerkennung durch die FIFE bei uns in Europa, was zeigt, dass die Balinese bei uns noch eine relativ junge Katzenrasse mit zunehmender Beliebtheit ist.

  Orientalisch Kurzhaar:

  Es wird berichtet, dass bereits mit den Siamesen Ende des 19 Jahrhunderts die ersten schokobraunen Schlankkatzen mit bestechenden grünen Augen aus dem fernen Osten mit nach England gebracht wurden, dort aber soeben das „Siamesenfieber“ ausgebrochen war und nur diese Schlankkatzen gezüchtet wurden. Schlankkatzen hatten Masken zu tragen. Dadurch, dass die durchgefärbten Siamkatzen nicht beachtet wurden, verschwanden sie auch erstmals wieder von der Bildfläche. Den Grundstein für die Zucht der Orientalisch Kurzhaar (OKH) setzten sich die Siamesen selbst, als sie sich mit den normalen Hauskatzen vermischten. Erst in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts kam die Zucht der OKH richtig ins rollen, als durch die Verpaarung eines seal point Siam-Katers mit einer schwarzen Hauskatze eine braune Katze (Havana) mit smaragdgrünen Augen entstanden ist.

Nun wurden gezielt Verpaarungen von Siamesen mit schlanken, einfarbigen Mischungen aus Siam und Hauskatzen betrieben. Bald kamen so auch die einfarbig blauen und schwarzen Farben dazu. 1972 wurde die OKH von der FIFE als eigenständige Rasse anerkannt.

Die durchgefärbten Siamesen erfreuen sich auch immer größerer Beliebtheit weil sie alle Charaktereigenschaften der Siamkatze aufweisen und durch ihren geschmeidigen Gang und ihre bestechend grünen Augen wie ein zahmes Raubtier wirken

  Javanese / Mandarin / Orientalisch Langhaar:

  Sie ist die vierte im Bunde und sozusagen die halblanghaarige Variante der OKH so wie die Balinese bei den Siamesen. Entstanden ist die Javanesin durch Verpaarungen von Balinesen, von denen sie das Seidenfell geerbt hat mit Orientalisch Kurzhaarkatzen. Begonnen wurde mit der Zucht der Javanesen in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts und in den 80ern wurden Sie von verschiedenen Verbänden als Rasse anerkannt. Wie man sieht ist dies die neueste unter den orientalischen Rassen und daher auch noch selten auf Ausstellungen zu bewundern. Ihr Charakter ist ebenso der selbe wesensfeste,  wie der Ihrer bekannteren Schwestern den Siam-Balinesen und OKH.

 

Alles in allem bleiben alle der vier orientalischen Katzenrassen Freunde fürs Leben die ihren Menschen vergöttern und keinesfalls den ganzen Tag über allein zu Hause gelassen werden können. Das sollte man übrigens keiner Katze, auch anderer Rassen nicht zumuten. Bei den Orientalen ist es aber einfach noch mal so schlimm da sie Einsamkeit nicht vertragen können und mindestens eine Zweitkatze (am besten auch eine orientalische Rasse) für Körperkontakt und ihr Seelenleben brauchen.  

  

Hier Stelle ich meine neue Mitbewohnerin vor               

  

 

Last update 23.01.12

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